Geschichte des Gutshaus Krimvitz


Das Gutshaus Krimvitz ist das Geburtshaus des Fürsten Franz zu Putbus, dessen Familie über viele Jahrzehnte hinweg an diesem Ort , ehemals „Crimvitz“ geschrieben, ein landwirtschaftliches Gut betrieben hat. Gern wurden hier Feste gefeiert, Jagdgesellschaften gegeben und überwintert, denn der Hauptwohnsitz der Fürstenfamilie, das Schloss im Schlosspark zu Putbus, war im Winter schwer zu heizen.

Leider gibt es über das Gutshaus Krimvitz sehr wenig historische Aufzeichnungen oder Fotos, denn repräsentiert und fotografiert wurde natürlich in und vor dem Schloss. Krimvitz war somit immer ein einfaches, schmuckloses Haus, jedoch an einem wunderschön ländlich, romantischen Fleckchen der Insel gelegen, umstanden von alten Bäumen.

Der Name Krimvitz soll durch die Krimlinden-Allee (heute deutsche Alleenstraße) entstanden sein. Diese Linden sind wohl einst tatsächlich von der Halbinsel Krim hierhergebracht worden. Die Alleen wurden in alten Zeiten angelegt, um im Winter die Wege überhaupt kenntlich zu machen und zu finden, sicherlich auch, um im Sommer den Reisenden und Bauern beim Einfahren der Ernte Schatten zu spenden.

Nach dem Krieg diente das Gutshaus vielen Menschen, die ihre Heimat verloren hatten, als vorübergehendes Zuhause. In der Wendezeit, als die Natur bereits Anlauf genommen hatte, sich dieses Haus wieder zurückzuerobern, wurde es von Familie Krüger erworben und saniert. Im Mai 1999 konnten die ersten Feriengäste empfangen werden.